Seit 2024 verändert sich die Welt des E-Mail-Marketings. Google, Yahoo und nun auch Microsoft führen strengere Regeln für Massenversender ein. Wenn Sie Newsletter, Verkaufsangebote oder transaktionale E-Mails in großen Mengen versenden, sollten Sie das unbedingt wissen.
1. Authentifizierung ist der neue Standard
Seit Februar 2024 verlangen Google und Yahoo, dass alle Massenversender SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge korrekt eingerichtet haben. Microsoft zog im April 2025 mit eigenen Regeln nach.
Was bedeutet das in der Praxis?
- SPF - legt fest, welche Server E-Mails im Namen Ihrer Domain senden dürfen.
- DKIM - fügt E-Mails eine digitale Signatur hinzu, um ihre Authentizität zu bestätigen.
- DMARC - bestimmt, was passiert, wenn eine Nachricht die Authentifizierung nicht besteht, und schützt so Ihren Ruf.
Wenn Sie diese Einträge nicht eingerichtet haben, können Ihre E-Mails abgelehnt oder als Spam eingestuft werden. Bei Microsoft gilt das bereits seit Mai 2025.
2. Spamrate unter 0,10 % – sonst wird’s kritisch
Google verlangt jetzt, dass Ihre Spamrate unter 0,10 % liegt.
Wenn Sie dauerhaft über 0,30 % liegen, müssen Sie mit Warnungen oder sogar Sperrungen rechnen.
Was können Sie tun?
- Entfernen Sie inaktive Kontakte.
- Segmentieren Sie und senden Sie relevante Inhalte an die richtige Zielgruppe.
- Nutzen Sie ein Präferenzzentrum, in dem Nutzer Häufigkeit und Art der Kommunikation selbst bestimmen können.
3. Einfaches Abmelden? Ein Muss.
Marketing-E-Mails müssen eine Abmeldung mit einem Klick ermöglichen. Google fordert dies nun aktiv, und jeder Versuch, es zu umgehen, kann Ihren Domain-Ruf schädigen.
Zusätzlich hat Google im Juli 2025 in Gmail die Funktion „Abonnements verwalten“ eingeführt, mit der Nutzer ihre Newsletter gesammelt anzeigen und verwalten können. Das erhöht die Bedeutung transparenter und verantwortungsvoller Kommunikation.
4. Microsoft: Strenge Regeln für Massenversender
Seit dem 5. Mai 2025 gilt bei Microsoft (Outlook.com, Hotmail, Live):
- Blockiert E-Mails von nicht verifizierten Domains
- Verlangt SPF, DKIM und mindestens DMARC mit der Richtlinie p=none
- Begrenzt den Versand auf 2.000 Nachrichten pro Tag an externe Adressen (für Exchange Online ab 2025)
Wenn Sie Exchange Online nutzen und viele E-Mails versenden, sollten Sie auf eine andere Infrastruktur umsteigen (z. B. Azure Communication Services).
5. E-Mail allein reicht nicht mehr: Multichannel gewinnt
Diese Änderungen führen zu einer klaren Schlussfolgerung: E-Mail-Marketing funktioniert nicht isoliert.
- Integrieren Sie Push-Benachrichtigungen, SMS und soziale Medien.
- Passen Sie die Kommunikation kanalübergreifend individuell an.
- Nutzen Sie ABM-Kampagnen, die personalisierte E-Mails mit Display-Werbung und Social Media kombinieren.
Wie Natalie Jackson von CBIZ sagt:
„E-Mail kann nicht länger isoliert existieren. Ohne Verbindung zu anderen Kanälen verlieren wir entscheidende Einblicke in das Kundenverhalten und in die Wirkung unserer Aktivitäten.“
Was Sie jetzt tun sollten (auch wenn Sie schon „alles“ haben)
- Prüfen und aktualisieren Sie SPF, DKIM und DMARC.
- Überwachen Sie Ihre Spamrate (z. B. in Google Postmaster Tools).
- Richten Sie ein Präferenzzentrum ein.
- Stellen Sie sicher, dass alle Teams (auch Vertrieb) E-Mails über die richtige Domain senden.
- Bereiten Sie sich auf die Gmail-Funktion „Abonnements verwalten“ vor.
- Denken Sie über Ihre gesamte Kommunikation nach – E-Mail darf kein isolierter Kanal sein.
Fazit
Das sind keine kosmetischen Änderungen – das ist die neue Realität des E-Mail-Marketings im Jahr 2025 und darüber hinaus. Wer sich anpasst, gewinnt – nicht nur bei der Zustellbarkeit, sondern auch bei Markenwahrnehmung und Kundenvertrauen.
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