Google führt in Gmail die neue Funktion „Abonnements verwalten“ein, mit der Nutzer unerwünschte E-Mails leicht finden und sich in großen Mengen abmelden können. Für E-Mail-Marketer klingt das zunächst nach einem Albtraum. Aber ist es wirklich so schlimm?

Wenn Sie segmentiert arbeiten und relevante Inhalte senden, kann diese Änderung sogar zu Ihrem Vorteil werden.

Wie funktioniert die neue Funktion?

Die Funktion "Abonnements verwalten" wird nach und nach für Gmail auf Android, iOS und Desktop ausgerollt. Nutzer sehen dort:

  • eine Liste all ihrer Abonnements (Newsletter),
  • die Anzahl der empfangenen E-Mails der letzten drei Wochen pro Absender,
  • sowie die Möglichkeit, sich mit einem Klick abzumelden oder einen Absender zu blockieren.

Die Liste wird nach Versandvolumen sortiert – wer am meisten sendet, landet am ehesten oben und wird somit häufiger „abgehakt“.

Erste praktische Auswirkungen

Agenturdaten zeigen:

  • die Anzahl der Abmeldungen ist nach Einführung der Funktion nicht deutlich gestiegen,
  • die Funktion wird vor allem von Nutzerinnen und Nutzern genutzt, die ihre Abos ohnehin aktiv verwaltet haben,
  • die meisten Kundinnen und Kunden verzeichneten keinen Rückgang der Zustellbarkeit oder des Engagements.

Es besteht also kein Grund zur Panik. Gleichzeitig ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, die eigene Kommunikationsstrategie zu überdenken.

Wie verhindert man, dass die Funktion „Abonnements verwalten“ zum Problem wird?

Googles Änderung bestätigt vor allem eines: Relevanz schlägt Frequenz..

Hier sind drei zentrale Schritte:

1. Nach Aktivität segmentieren

Schicken Sie nicht alles an alle.

Inaktive oder wenig aktive Kontakte sollten weniger Nachrichten oder andere Kommunikationsformen erhalten (z. B. Reaktivierungs-E-Mails).

2. Versandvolumen im Verhältnis zum Engagement beobachten

Die Funktion sortiert nach der Anzahl der empfangenen E-Mails. Je mehr Sie ohne Reaktionen senden, desto eher landen Sie oben auf der Liste.

3. Ein Präferenzzentrum anbieten

Geben Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, Frequenz und Art der Inhalte selbst zu bestimmen.

Gute Präferenzzentren senken Abmeldungen und steigern gleichzeitig das Engagement.

Fazit: Warum Sie keine Angst haben müssen

Für Marketer, die segmentiert arbeiten und wertvolle Inhalte senden, stellt die Funktion keine Gefahr dar. Im Gegenteil – sie ist eine weitere Erinnerung daran, dass Massenmailings nach Schema F längst ausgedient haben.

Wenn Sie im Posteingang bleiben möchten:

  • kommunizieren Sie relevant,
  • senden Sie weniger, aber besser,
  • und halten Sie Ihre Daten sauber.

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